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Auslandsüberweisung in der Banking-App: Schritt für Schritt erklärt

Sie möchten Geld ins Ausland überweisen, wissen aber nicht wie? Diese Anleitung zeigt Ihnen jeden Schritt in der Banking-App – von der IBAN bis zur Bestätigung mit einem Code.

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Ingrid Schneider · 7 August 2026 · 5 Min. Lesezeit
Auslandsüberweisung in der Banking-App: Schritt für Schritt erklärt

Möchten Sie Geld an jemanden im Ausland schicken – zum Beispiel an ein Familienmitglied oder für eine Rechnung im europäischen Ausland? Das nennt man eine Auslandsüberweisung. Innerhalb Europas läuft das über ein System namens SEPA (das steht für "einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum" – ein gemeinsames Zahlungssystem vieler europäischer Länder). Das klingt vielleicht kompliziert. Ist es aber nicht. Sie brauchen nur ein paar zusätzliche Angaben im Vergleich zu einer Überweisung im eigenen Land. Gehen Sie einfach Schritt für Schritt vor. Sie können dabei nichts kaputt machen – falls Sie sich vertippen, können Sie die Eingabe jederzeit korrigieren, bevor Sie die Überweisung endgültig bestätigen.

Das brauchen Sie vorher

Bitten Sie die Person, die das Geld bekommen soll, Ihnen vorher drei Dinge zu schicken: ihren vollständigen Namen, ihre IBAN (eine lange Nummer aus Buchstaben und Zahlen, die das Konto weltweit eindeutig kennzeichnet – vergleichbar mit einer Kontonummer) und den BIC (auch SWIFT-Code genannt – das ist eine kürzere Buchstaben-Zahlen-Kombination, die die Bank des Empfängers identifiziert, ähnlich wie eine Postleitzahl für Banken). Halten Sie diese Angaben griffbereit, zum Beispiel auf einem Zettel neben sich.

So führen Sie die Überweisung durch

  1. Öffnen Sie die App Ihrer Bank auf Ihrem Smartphone. Das ist das kleine Symbol mit dem Logo Ihrer Bank, das Sie sonst zum Antippen verwenden.
  2. Melden Sie sich an – mit Ihrem Fingerabdruck, Ihrem Gesicht oder Ihrer PIN (Ihrer persönlichen Geheimzahl).
  3. Suchen Sie auf dem Hauptbildschirm nach dem Wort "Überweisung" oder einem Symbol mit zwei Pfeilen oder einem Papierflieger.
  4. Tippen Sie auf dieses Symbol oder Wort.
  5. Suchen Sie nach einer Option namens "Auslandsüberweisung" oder "SEPA-Überweisung ins Ausland". Manche Apps zeigen dies als eigenen Menüpunkt, andere als Schalter oder Häkchen, das Sie zusätzlich aktivieren müssen. Wenn Sie es nicht sofort finden, suchen Sie einfach in Ruhe weiter – es ist meist in der Nähe der normalen Überweisung versteckt.
  6. Tippen Sie auf diese Option.
  7. Geben Sie den vollständigen Namen des Empfängers in das dafür vorgesehene Feld ein.
  8. Geben Sie die Adresse des Empfängers ein, falls die App danach fragt. Nicht jede Bank verlangt das, manche schon.
  9. Geben Sie die IBAN des Empfängers in das Feld mit dieser Bezeichnung ein.
  10. Geben Sie den BIC/SWIFT-Code des Empfängers in das entsprechende Feld ein.
  11. Wählen Sie die Währung aus, in der Sie das Geld senden möchten – zum Beispiel Euro, US-Dollar oder eine andere Währung, je nachdem, wohin das Geld geht.
  12. Geben Sie den Betrag ein, den Sie überweisen möchten.
  13. Tragen Sie im Feld "Verwendungszweck" kurz ein, wofür das Geld gedacht ist – zum Beispiel "Geburtstagsgeschenk" oder "Miete Mai". Das ist einfach eine kurze Notiz, die dem Empfänger angezeigt wird.
  14. Lesen Sie sich die Gebühren durch, die die App vor dem Absenden anzeigt. Bei Auslandsüberweisungen fallen oft höhere Gebühren an als bei Überweisungen im eigenen Land.
  15. Prüfen Sie den angezeigten Wechselkurs, falls Sie in einer anderen Währung überweisen. Das ist die Zahl, die zeigt, wie viel eine Währung in der anderen wert ist.
  16. Schauen Sie sich das voraussichtliche Ausführungsdatum an, das die App anzeigt. Auslandsüberweisungen dauern meist länger als Überweisungen im eigenen Land – oft ein bis zwei, manchmal mehrere Werktage.
  17. Tippen Sie auf "Weiter", um zur Zusammenfassung zu gelangen.
  18. Lesen Sie sich auf der Zusammenfassungsseite alle Angaben noch einmal in Ruhe durch – Name, IBAN, BIC, Betrag und Währung.
  19. Tippen Sie auf "Bestätigen" oder "Überweisung senden", wenn alles richtig ist.
  20. Geben Sie den Bestätigungscode ein, den Sie jetzt erhalten. Dieser Code wird oft TAN genannt (eine einmalige Zahlenfolge, die nur für diese eine Überweisung gilt). Sie bekommen ihn meist per SMS aufs Handy, oder er wird direkt in einer zweiten App angezeigt.
  21. Warten Sie auf die Bestätigung in der App, dass die Überweisung erfolgreich gestartet wurde.

Wichtig zu wissen: Ihre Bank wird Sie niemals von sich aus anrufen und nach diesem Bestätigungscode fragen. Wenn jemand am Telefon behauptet, "von der Bank" zu sein, und Sie nach dem Code fragt, legen Sie sofort auf. Das ist Betrug. Rufen Sie danach Ihre Bank über die Telefonnummer auf der Rückseite Ihrer Bankkarte zurück, um sicherzugehen.

Was tun, wenn etwas schiefgeht

Sie haben eine falsche IBAN oder einen falschen BIC eingegeben? Rufen Sie sofort die Hotline Ihrer Bank an – die Nummer finden Sie auf Ihrer Bankkarte oder in der App unter "Hilfe" oder "Kontakt". Je schneller Sie sich melden, desto größer die Chance, dass die Überweisung noch gestoppt oder zurückgeholt werden kann.

Der Bestätigungscode kommt nicht an? Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Handy Empfang hat. Warten Sie ein bis zwei Minuten. Kommt immer noch nichts an, brechen Sie den Vorgang ab und rufen Sie die Hotline Ihrer Bank an. Geben Sie diesen Code niemals am Telefon an jemanden weiter, der Sie anruft – auch nicht, wenn die Person sehr überzeugend klingt.

Die Überweisung dauert Ihnen zu lange? Das ist bei Auslandsüberweisungen normal, besonders bei einer anderen Währung als Euro. Ein bis zwei Werktage sind üblich, in manchen Fällen dauert es länger. Wenn seit dem Absenden mehr als drei bis vier Werktage vergangen sind, kontaktieren Sie die Hotline Ihrer Bank und fragen Sie nach dem Status.

Kurz zusammengefasst

Checkliste
Namen, IBAN und BIC des Empfängers vorher bereithalten
App öffnen und anmelden
"Auslandsüberweisung" oder "SEPA-Überweisung ins Ausland" auswählen
Empfängerdaten, Betrag und Währung eingeben
Gebühren, Wechselkurs und Ausführungsdatum prüfen
Angaben auf der Zusammenfassungsseite kontrollieren
Mit dem Bestätigungscode (TAN) freigeben – niemals telefonisch weitergeben
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Ingrid Schneider
Beraterin für digitales Banking
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