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Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
bunq Elite ist das Premium-Girokonto der niederländischen Neobank bunq und richtet sich an Kundinnen und Kunden, die ein vollständig App-basiertes Konto mit umfassendem Funktionsumfang suchen und dafür eine höhere Jahresgebühr in Kauf nehmen. Die Kontoführung erfolgt ausschließlich online und über die bunq-App, eine Filiale gibt es nicht – wer klassischen Schalter- oder Telefonservice erwartet, ist bei bunq grundsätzlich falsch.
Die Kontoführung kostet laut Datenbank 227,88 Euro im Jahr, umgerechnet rund 19 Euro monatlich – damit gehört bunq Elite zu den teureren Konten in unserem Vergleich. Zu einzelnen Transaktionsgebühren (z. B. für Überweisungen oder Kartenzahlungen) liegen in der Datenbank keine strukturierten Angaben vor; das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese kostenlos sind, sondern lediglich, dass hierzu keine Daten erfasst wurden. Interessierte sollten die aktuelle Preisliste von bunq für den Elite-Tarif vor Vertragsabschluss selbst einsehen. Für eine nicht genehmigte Kontoüberziehung sind laut Datenbank keine zusätzlichen Kosten ausgewiesen (0 % p. a.); zu den Konditionen eines eingeräumten Dispokredits liegen keine Angaben vor. Eine Prämie oder ein Neukundenbonus ist für dieses Konto nicht hinterlegt. Die Live-Seite des Anbieters ließ sich zum Zeitpunkt der Recherche technisch nicht auswerten (die Seite lädt ihre Inhalte dynamisch nach), sodass diese Bewertung ausschließlich auf den Datenbankangaben beruht.
bunq ist eine niederländische Bank mit einer EU-weit gültigen Banklizenz und unterliegt damit der niederländischen Einlagensicherung (Depositogarantiestelsel) statt der deutschen. Guthaben sind bis 100.000 Euro zu 100 % abgesichert – der EU-weit gesetzlich vorgeschriebene Schutzumfang, nur eben über das niederländische statt das deutsche Sicherungssystem abgewickelt. Für Kundinnen und Kunden macht das im Schadensfall in der Praxis kaum einen Unterschied, da beide Systeme auf derselben EU-Richtlinie beruhen. Die Kontoführung erfolgt ausschließlich online und per App, ein Filialnetz existiert nicht. Zum Konto ist optional eine Kreditkarte hinzubuchbar, deren genaue Kosten in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen sind; einen Kontowechselservice, der Daueraufträge automatisch von der alten Bank überträgt, bietet bunq für dieses Konto nicht an.
Laut Zielgruppenangabe richtet sich bunq Elite breit an Angestellte, Schüler, Studierende, Auszubildende, Rentner, Freiberufler, Selbstständige und auch Personen ohne Erwerbstätigkeit – de facto also an nahezu jede Kundengruppe, die ein reines App-Konto sucht. Angesichts der vergleichsweise hohen Jahresgebühr lohnt sich das Konto vor allem für Vielnutzer, die die zusätzlichen bunq-Funktionen (z. B. mehrere Unterkonten, Kartenoptionen, Mehrwährungskonten) auch tatsächlich ausschöpfen – für ein einfaches Gehaltskonto mit gelegentlichen Überweisungen ist es eher nicht die günstigste Wahl.
Positiv ist die solide, EU-weit gültige Einlagensicherung sowie die breite Zielgruppenausrichtung. Negativ schlagen die hohe Jahresgebühr sowie die insgesamt lückenhafte Datenlage zu Transaktions- und Auslandsgebühren zu Buche – hier lohnt sich vor Vertragsabschluss ein Blick auf die aktuelle Preisliste des Anbieters.
bunq Elite ist ein reines Digitalkonto mit solider Einlagensicherung, aber mit rund 228 Euro Jahresgebühr auch eines der teureren Angebote im Vergleich. Ob sich der Preis lohnt, hängt davon ab, wie stark die Zusatzfunktionen der bunq-App tatsächlich genutzt werden. Wer ein einfaches, günstiges Gehaltskonto sucht, findet in der Regel preiswertere Alternativen – etwa im günstigeren bunq-Tarif „Pro" desselben Anbieters.
✓ Vorteile
✕ Nachteile