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Ingrid Schneider · Aktualisiert: 27 August 2026
Das GiroKonto der Commerzbank richtet sich an alle, die ein klassisches Filialkonto mit bundesweitem Beratungsnetz und einer soliden App-Anbindung suchen. Als eine der größten Privatkundenbanken Deutschlands kombiniert die Commerzbank persönliche Beratung vor Ort mit digitalem Banking – ein Modell, das besonders Kundinnen und Kunden anspricht, die auch mal in einer Filiale vorbeischauen möchten, aber ihren Zahlungsverkehr überwiegend online erledigen.
Die Kontoführung kostet regulär 4,90 Euro im Monat. Wer die Gebühr vermeiden möchte, muss bei der Commerzbank Vermögenswerte von mindestens 50.000 Euro unterhalten – zusammengerechnet aus Tagesgeld, Festgeld, Sparkonten, weiteren Girokonten und Depot. Die Bank prüft diese Schwelle monatlich, jeweils am letzten Bankarbeitstag, sodass Kontostände sich von Monat zu Monat auswirken können. Wer diese Vermögensgrenze nicht erreicht, zahlt die volle Gebühr dauerhaft.
Zusätzlich fallen 3,90 Euro je Vorgang für beleghafte Inlands- und SEPA-Überweisungen sowie für Schecks an. Wer also Überweisungsformulare am Schalter statt online oder per App einreicht, zahlt drauf – ein Anreiz, das Konto konsequent digital zu nutzen.
Neukundinnen und Neukunden können insgesamt bis zu 200 Euro erhalten: 100 Euro als Startguthaben sowie weitere 100 Euro über eine Weiterempfehlungsprämie. Ganz automatisch fließt das Geld aber nicht. Für das Startguthaben müssen mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
Das bedeutet: Wer das Konto nur eröffnet, aber nicht aktiv nutzt, bekommt keinen Cent. Erst regelmäßiger Zahlungsverkehr über drei Monate hinweg löst die Auszahlung aus – wie bei vielen anderen Bonusaktionen deutscher Banken ist das Startguthaben also an echte Kontoaktivität geknüpft, nicht an die reine Kontoeröffnung.
Im Kontopaket enthalten ist eine Girocard mit Visa-Funktion, die ohne Zusatzkosten ausgegeben wird. Bargeld abheben ist im Inland an Automaten der Commerzbank und der Cash Group kostenlos, außerdem – bei entsprechendem Mindesteinkauf – auch an Kassen großer Supermarktketten wie Rewe, Edeka oder Lidl. Zu Gebühren an Geldautomaten im Ausland macht die Bank auf ihrer Produktseite keine Angabe; das sollte vor einer häufigen Nutzung im Urlaub separat abgeklärt werden.
Die Commerzbank-App bietet unter anderem biometrischen Login, eine Multibanking-Funktion zur Einbindung von Konten anderer Banken, Kontoalarme, Foto- und Echtzeitüberweisungen, Kartenverwaltung, eine FinanzAnalyse-Funktion, einen Geldautomaten-Finder sowie eine Chatfunktion für den Kundenservice.
Das GiroKonto eignet sich vor allem für Kundinnen und Kunden, die Wert auf ein bundesweites Filialnetz und persönliche Beratung legen, gleichzeitig aber ein modernes App-Erlebnis erwarten. Wer bereits nennenswertes Vermögen bei der Commerzbank angelegt hat oder anlegen möchte, kann die Kontoführungsgebühr komplett vermeiden. Für reine Online-Banking-Nutzer ohne größeres Vermögen dürften Direktbanken mit dauerhaft kostenloser Kontoführung meist günstiger sein.
Das Commerzbank GiroKonto ist ein solides Filialkonto mit fairer App-Ausstattung, dessen Kosten sich nur mit ausreichend Vermögen bei der Bank vermeiden lassen. Die Neukundenprämie von bis zu 200 Euro ist attraktiv, verlangt aber eine gewisse Kontoaktivität über drei Monate. Wer Filialnähe schätzt und die Bedingungen erfüllen kann, bekommt ein zuverlässiges Konto mit ordentlichem Funktionsumfang.
✓ Vorteile
✕ Nachteile