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Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
Holvi Flex ist ein volldigitales Geschäftskonto des finnischen Fintechs Holvi und richtet sich an Freiberufler, Einzelunternehmer sowie kleine und mittlere Unternehmen unterschiedlichster Rechtsform. Kontoführung, Zahlungsverkehr und Buchhaltung laufen ausschließlich über die Holvi-Web-Oberfläche und die mobile App – Filialen oder papierbasierte Vorgänge gibt es bei diesem Anbieter nicht.
Das Konto kostet 150 Euro pro Jahr, umgerechnet rund 12,50 Euro im Monat. Eine Bedingung, unter der diese Gebühr entfällt, ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen – Holvi Flex ist also durchgehend gebührenpflichtig. Für jede Online-Buchung berechnet Holvi zusätzlich 0,25 Euro, unabhängig vom monatlichen Buchungsvolumen. Es gibt weder eine Freimenge noch einen Rabatt bei hohem Transaktionsaufkommen – wer viele einzelne Zahlungen im Monat abwickelt, sollte diese Kosten in die Gesamtrechnung einbeziehen. Zu Offline-Buchungen liegen keine Angaben vor, was bei einem reinen Online-Anbieter wie Holvi nicht ungewöhnlich ist.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Kostenstruktur: Bei 20 Online-Buchungen im Monat entstehen zusätzlich 5 Euro Transaktionskosten, macht zusammen mit dem anteiligen Jahrespreis rund 17,50 Euro monatlich beziehungsweise ca. 210 Euro im Jahr. Bei 50 Buchungen im Monat wären es bereits 12,50 Euro zusätzlich, in Summe knapp 300 Euro im Jahr. Wer sehr viele Buchungen hat, sollte diese Kalkulation unbedingt selbst durchführen.
Bei einer geduldeten Kontoüberziehung berechnet Holvi 0 Prozent Zinsen – das ist ein klarer Pluspunkt gegenüber vielen klassischen Geschäftskonten. Zu einem fest eingeräumten Dispokredit liegen keine Daten vor, ein klassischer Kontokorrentrahmen scheint bei diesem Kontomodell nicht vorgesehen zu sein.
Auf der Anmeldeseite von Holvi wird die Transaktionsgebühr von 0,25 Euro bestätigt; zur Jahresgebühr selbst liefert die Landingpage keine eindeutig diesem Kontomodell zuordenbare Aussage, weshalb wir uns hier auf die Produktdaten stützen.
Holvi Flex lässt sich über Web und App verwalten. Zu enthaltenen Debit- oder Kreditkarten liegen in den Produktdaten keine gesicherten Angaben vor – wer eine physische Karte benötigt, sollte das vor Vertragsabschluss direkt bei Holvi klären. Auch zur Einlagensicherung sind in den vorliegenden Daten keine verlässlichen Angaben hinterlegt; Interessenten sollten sich hierzu ebenfalls beim Anbieter informieren.
Holvi öffnet das Flex-Konto für eine sehr breite Zielgruppe: Freiberufler, Einzelunternehmer, Kleingewerbetreibende, GmbHs, Personengesellschaften (OHG/KG, GbR) sowie Unternehmergesellschaften (UG). Innerhalb der Holvi-Produktfamilie ist Flex mit 150 Euro pro Jahr spürbar teurer als das ebenfalls in unserer Datenbank geführte Pro-Konto (108 Euro pro Jahr) – wer viele Online-Buchungen ohne Zusatzkosten braucht, sollte beide Modelle vor der Entscheidung vergleichen.
Holvi Flex eignet sich für Unternehmen, die eine reine App-Bank mit planbarer Jahresgebühr von 150 Euro suchen und die transaktionsbasierte Gebühr von 0,25 Euro pro Online-Buchung in Kauf nehmen. Die zinsfreie geduldete Überziehung ist ein echter Vorteil, während bei Karten und Einlagensicherung vor Vertragsabschluss noch offene Fragen direkt mit Holvi zu klären sind.
✓ Vorteile
✕ Nachteile