Klarna • EUR
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Bewertung basierend auf Zinskonkurrenzfähigkeit und Beliebtheit bei Nutzern.
Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
Klarna ist in Deutschland vor allem als Zahlungsdienstleister bekannt, bietet über die Klarna App inzwischen aber auch klassisches Festgeld an. Mit "Festgeld+" können Sparer ihr Geld für einen festen Zeitraum anlegen und dafür einen garantiert planbaren, wenn auch nicht fixierten Zinssatz erhalten. Für eine Laufzeit von zwölf Monaten liegt der Zinssatz aktuell bei bis zu 3,00 % p.a. Dieser Satz gilt für Einlagen zwischen 1 Euro und 100.000 Euro – eine für Festgeldangebote sehr niedrige Einstiegshürde.
Klarna staffelt die Zinssätze nach Laufzeit: Je länger das Geld gebunden wird, desto höher fällt der Zinssatz in der Regel aus. Neben der Zwölfmonatslaufzeit mit 3,00 % p.a. stehen auch kürzere Laufzeiten ab drei Monaten sowie längere Laufzeiten bis zu 48 Monaten zur Auswahl, bei denen sich der Zinssatz je nach gewähltem Zeitraum unterscheidet. Wichtig zu wissen: Klarna weist ausdrücklich darauf hin, dass Zinsänderungen vorbehalten sind. Der beworbene Satz ist damit kein über die gesamte Vertragslaufzeit fest zugesicherter Zins im klassischen Sinne, sondern kann sich vor Vertragsabschluss noch ändern. Sparerinnen und Sparer sollten sich daher vor der endgültigen Anlage die zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung tatsächlich gültigen Konditionen in der App bestätigen lassen.
Positiv fällt auf, dass Klarna für das Festgeldkonto keine Kontoführungsgebühren erhebt. Die gesamte erzielte Rendite bleibt somit – abzüglich der gesetzlichen Kapitalertragsteuer – beim Sparer.
Ein Punkt, den deutsche Sparer bei Klarna Festgeld+ besonders beachten sollten, ist die Einlagensicherung. Da es sich bei Klarna Bank um ein schwedisches Kreditinstitut handelt, greift im Fall einer Insolvenz nicht die deutsche, sondern die schwedische Einlagensicherung. Diese entschädigt Kundinnen und Kunden pro Person und Bank bis zu einem Betrag von 100.000 Euro – der gleiche Höchstbetrag, der auch in Deutschland gilt, da beide Systeme auf der EU-weiten Einlagensicherungsrichtlinie beruhen. Wer sein Geld ausschließlich bei einer Bank mit deutscher Einlagensicherung anlegen möchte, sollte diesen Unterschied vorab einkalkulieren, auch wenn das Schutzniveau formal gleichwertig ist.
Die Eröffnung erfolgt vollständig digital über die Klarna App, die viele Nutzer in Deutschland bereits vom Bezahlen im Onlinehandel kennen. Klarna wirbt damit, dass die Anlage in nur wenigen Klicks eingerichtet werden kann. Zu Legitimationsverfahren, Mindestalter oder etwaigen Wohnsitzanforderungen macht die Angebotsseite keine näheren Angaben; Interessenten sollten diese Details direkt in der App prüfen, bevor sie eine Einzahlung vornehmen.
Das Angebot richtet sich an Sparer, die bereits mit der Klarna App vertraut sind oder eine unkomplizierte, app-basierte Geldanlage ohne separate Kontoeröffnung bei einer klassischen Bank suchen. Attraktiv ist vor allem die niedrige Mindesteinlage: Anders als bei vielen Festgeldangeboten, die oft erst ab mehreren Tausend Euro greifen, ist bei Klarna theoretisch bereits ab einem Euro eine Anlage möglich. Wer hingegen Wert auf eine ausschließlich deutsche Einlagensicherung legt oder eine über die gesamte Laufzeit unveränderliche Zinsgarantie erwartet, sollte die genauen Vertragsbedingungen vor Abschluss besonders sorgfältig prüfen.
Klarna Festgeld+ punktet mit einem wettbewerbsfähigen Zinssatz von bis zu 3,00 % p.a. für zwölf Monate, einer sehr niedrigen Einstiegshürde und dem Verzicht auf Kontoführungsgebühren. Der Hinweis auf mögliche Zinsänderungen sowie die schwedische statt deutsche Einlagensicherung sind Details, die potenzielle Kundinnen und Kunden kennen und in ihre Entscheidung einbeziehen sollten. Für alle, die eine einfache, App-basierte Geldanlage mit geringem Einstiegskapital suchen, ist das Angebot dennoch einen genauen Blick wert.
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Berechnung vor 25% Abgeltungssteuer. Die tatsächliche Nettorendite wird geringer sein.