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Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
Das JCB Girokonto wird vom Zahlungsdienstleister PayCenter angeboten und ist fest mit einer JCB-Kreditkarte sowie einer weiteren Bankkarte verbunden. Anders als bei klassischen Girokonten sind hier laut Datenbank sowohl eine Kreditkarte als auch eine Bankkarte fest im Kontopaket enthalten – beide sind nicht optional. Zu beachten ist außerdem, dass JCB als Kartennetzwerk in Deutschland und im übrigen Europa deutlich seltener akzeptiert wird als Visa oder Mastercard, was die Alltagstauglichkeit der Karte je nach Händler einschränken kann.
Die Kontoführung kostet laut Datenbank 107,88 Euro im Jahr, umgerechnet knapp 9 Euro monatlich. Zu einzelnen Transaktionsgebühren liegen keine strukturierten Daten vor. Für eine nicht genehmigte Kontoüberziehung sind laut Datenbank keine zusätzlichen Kosten ausgewiesen (0 % p. a.); zu einem eingeräumten Dispokredit liegen keine Angaben vor. Die Landingpage des Vermittlers nennt zusätzlich ein Startguthaben von 50 Euro für Neukunden – die genauen Bedingungen dafür werden dort jedoch nicht im Detail aufgeführt, sondern laut Vermittlerseite erst auf einer weiterführenden Seite erläutert. Interessierte sollten diese Bedingungen vor Kontoeröffnung genau prüfen, da die Höhe der Prämie allein noch nichts über den tatsächlichen Aufwand zu ihrer Erlangung aussagt.
Ein wichtiger Unterschied zu den meisten anderen Konten in diesem Vergleich: Die Einlagensicherung erfolgt hier nicht über die gesetzliche 100.000-Euro-Grenze, sondern über die freiwillige Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken, die Guthaben bis zu 15 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der ausgebenden Bank absichert. Das kann im Einzelfall mehr oder auch weniger Schutz bedeuten als die gesetzliche Grenze – Kundinnen und Kunden sollten sich dessen bewusst sein und die Größe und Eigenkapitalausstattung der ausgebenden Bank vor Vertragsabschluss selbst recherchieren. Die Kontoverwaltung erfolgt laut Datenbank ausschließlich online; ein separates App-Banking ist nicht ausgewiesen, was das Konto von den übrigen, App-zentrierten Angeboten in diesem Vergleich unterscheidet. Auf der Vermittler-Landingpage wird zudem erwähnt, dass Bargeldabhebungen an „fast allen Geldautomaten in Deutschland" möglich sind, ohne dass eine konkrete Gebühr genannt wird.
Laut Zielgruppenangabe richtet sich das Konto an Angestellte, Rentner, Freiberufler und Selbstständige – Schüler, Studierende und Auszubildende werden nicht als Zielgruppe genannt. Aufgrund der verpflichtenden Kombination aus Kreditkarte und Bankkarte eignet sich das Konto vor allem für Kundinnen und Kunden, die ohnehin eine JCB-Kreditkarte nutzen möchten – etwa wegen häufiger Reisen nach Japan oder in andere Länder mit guter JCB-Akzeptanz – und die mit der abweichenden privaten Einlagensicherung einverstanden sind.
Positiv sind der vergleichsweise günstige monatliche Preis und das beworbene Startguthaben. Deutlich negativ fällt die von der gesetzlichen Norm abweichende, schwächer definierte Einlagensicherung ins Gewicht, ebenso wie das Fehlen von App-Banking und die eingeschränkte Kartenakzeptanz von JCB im Alltag.
Das JCB Girokonto von PayCenter ist mit rund 9 Euro im Monat und einem angekündigten Startguthaben von 50 Euro auf den ersten Blick attraktiv, unterscheidet sich aber in einem wichtigen Punkt von klassischen Girokonten: Die Einlagensicherung folgt nicht der gesetzlichen 100.000-Euro-Grenze, sondern der privaten Sicherung des Bankenverbandes. Wer damit einverstanden ist und ohnehin eine JCB-Karte nutzen möchte, kann das Konto in Betracht ziehen – alle anderen sollten die Einlagensicherung vor Vertragsabschluss genau prüfen.
✓ Vorteile
✕ Nachteile