Tide • EUR
🔒 Sichere Weiterleitung zu Tide, unverbindlich
Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
Tide ist ein reines Online-Geschäftskonto, das sich an Freiberufler, Einzelunternehmer, GmbHs und Unternehmergesellschaften richtet, die eine unkomplizierte, mobile-first Kontoführung suchen. Der Anbieter verwaltet nach eigenen Angaben Konten für über 1,5 Millionen Selbstständige und positioniert sich damit als einer der größeren Player im europäischen Fintech-Banking für kleine Unternehmen. Anders als bei klassischen Filialbanken läuft bei Tide die gesamte Kontoführung über Web-Oberfläche und App – ein Modell, das vor allem Gründer und digital arbeitende Selbstständige anspricht, die auf einen physischen Bankberater verzichten können.
Die Kontoführung ist laut Datenbasis vollständig kostenlos – 0 € im Jahr, keine monatliche Grundgebühr und keine Mindesteinzahlung nötig. Auch bei den Online-Buchungen fällt laut den hinterlegten Daten unabhängig vom Volumen keine Gebühr an: Sowohl bei geringer als auch bei sehr hoher monatlicher Transaktionszahl bleibt der Preis pro Online-Buchung bei 0 €. Das unterscheidet Tide von vielen anderen Geschäftskonten, die ab einer bestimmten Buchungsanzahl Gebühren pro Vorgang erheben.
Auf der Tide-Webseite wird dieses Bild ergänzt: Dort ist von 5 kostenlosen SEPA-Überweisungen pro Monat die Rede sowie von der Verfügbarkeit von Echtzeitüberweisungen und Lastschriftverfahren, allerdings ohne konkrete Gebührenangabe für Überweisungen oberhalb dieses Freikontingents. Wer regelmäßig mehr als fünf Überweisungen im Monat tätigt, sollte sich die genauen Konditionen vor Vertragsabschluss direkt bei Tide bestätigen lassen, statt sich auf die kostenlose Kontoführung allein zu verlassen. Für eine geduldete Kontoüberziehung sieht die Datenbasis keinen Zins vor (0 % p. a.); zu einem eingeräumten Dispositionskredit liegen weder in der Datenbasis noch auf der Anbieter-Webseite konkrete Zinsangaben vor, sodass hierzu keine verlässliche Aussage möglich ist.
Zur Einlagensicherung liegen für dieses Produkt keine belastbaren Detailangaben vor – die entsprechenden Datenfelder sind bei Tide leer bzw. nicht befüllt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass keine Einlagensicherung besteht, sondern lediglich, dass dazu in der vorliegenden Datenbasis keine geprüfte Angabe vorliegt. Interessenten sollten diesen Punkt vor Kontoeröffnung direkt bei Tide erfragen oder in den aktuellen AGB nachlesen, statt sich auf eine bestimmte Deckungssumme zu verlassen.
Im Preis enthalten ist eine kostenlose Debit-Mastercard, die laut Tide ohne SCHUFA-Prüfung ausgestellt wird – relevant für Gründer und Selbstständige, die (noch) keine lange Bonitätshistorie vorweisen können oder deren private Bonität aus anderen Gründen belastet ist. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt, sodass kontaktloses Bezahlen auch ohne physische Karte möglich ist. Verwaltet wird das Konto vollständig online und über die mobile App; einen Telefon-Support-Kanal für die Kontoverwaltung nennt weder die Datenbasis noch die Anbieterseite explizit, was für Nutzer relevant sein kann, die im Zweifel lieber telefonisch mit einem Berater sprechen möchten.
Zusätzlich zu den fünf kostenlosen SEPA-Überweisungen im Monat bietet Tide laut eigener Aussage Echtzeitüberweisungen und Lastschriftfunktionen an, die im Geschäftsalltag – etwa bei wiederkehrenden Kundenzahlungen oder beim Einzug von Rechnungsbeträgen – nützlich sein können. Die Kombination aus kostenloser Kartenausgabe ohne Bonitätsprüfung und kostenloser Grundkontoführung macht das Angebot besonders für Neugründungen attraktiv, bei denen häufig noch keine belastbare Geschäftshistorie existiert.
Einen Willkommensbonus gibt es für dieses Produkt laut Datenbasis aktuell nicht.
Das Konto eignet sich besonders für Freiberufler, Einzelunternehmer sowie für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG, die ein kostenloses, rein digitales Geschäftskonto ohne Mindestumsatz oder Mindesteinzahlung suchen. Die kostenlose Debitkarte ohne SCHUFA-Prüfung macht das Angebot außerdem für Gründer interessant, die frisch am Markt sind und deren private Bonität noch nicht ausreichend Historie aufweist, um bei klassischen Banken problemlos ein Geschäftskonto zu erhalten. Auch für Unternehmen mit geringem, planbarem Zahlungsverkehr – etwa bis zu fünf Überweisungen im Monat – ist Tide eine unkomplizierte Wahl.
Wer regelmäßig mehr als fünf SEPA-Überweisungen im Monat benötigt, viele Lastschriften einzieht oder auf eine klar definierte, hohe Einlagensicherung Wert legt, sollte die fehlenden Detailangaben vor Vertragsabschluss direkt bei Tide klären, statt sich allein auf die kostenlose Grundstruktur zu verlassen.
Die konkreten Schritte zur Kontoeröffnung sind auf der aktuell erreichbaren Tide-Landingpage nicht im Detail beschrieben; die Eröffnung erfolgt jedoch, wie bei den meisten Neobanken dieser Art, vollständig online über die Webseite oder die App, in der Regel mit digitaler Identifikation und Hochladen der relevanten Unternehmensnachweise.
Das Tide Geschäftskonto überzeugt vor allem durch die kompromisslos kostenlose Grundstruktur: keine Kontoführungsgebühr, keine Mindesteinzahlung, eine kostenlose Karte ohne SCHUFA-Prüfung und fünf kostenlose SEPA-Überweisungen im Monat. Wer über dieses Freikontingent hinaus überweist oder Wert auf transparente Angaben zur Einlagensicherung legt, sollte vor der Kontoeröffnung noch einmal gezielt bei Tide nachfragen. Für Freiberufler und kleine Unternehmen mit überschaubarem Zahlungsverkehr ist das Konto insgesamt eine unkomplizierte, kostenfreie Option.
✓ Vorteile
✕ Nachteile