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Ingrid Schneider · Aktualisiert: 3 September 2026
Das FYRST Gründerkonto von FYRST richtet sich, wie der Name schon andeutet, ausschließlich an frisch gegründete Unternehmen. Laut den Bedingungen des Anbieters darf die Unternehmensgründung zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung nicht länger als 365 Tage zurückliegen. Wer diese Voraussetzung erfüllt, kann das Konto als Freiberufler, Einzelunternehmer oder in Form einer GmbH, GmbH & Co. KG, GbR, UG, OHG, KG oder e.K. eröffnen – das Angebot deckt damit praktisch alle in Deutschland gängigen Rechtsformen für Gründerinnen und Gründer sowie kleine Unternehmen ab. Verwaltet wird das Konto online, per App oder telefonisch über den Kundenservice.
Im ersten Jahr ist das Konto vollständig kostenlos: Es fallen keine Kontoführungsgebühren an. Ab dem zweiten Jahr berechnet FYRST laut eigenen Angaben auf der Anbieterseite 10 € im Monat für die Kontoführung. Wer das Konto also über die Gründungsphase hinaus nutzen möchte, sollte diesen Kostensprung fest einplanen – „kostenlos" gilt hier ausdrücklich nur befristet für das erste Jahr, nicht dauerhaft. Ein optionales Unterkonto bleibt dagegen dauerhaft kostenfrei.
Bei den Buchungsposten gilt ein großzügiges monatliches Freikontingent: 75 beleglose (Online-)Buchungen pro Monat sind kostenlos, jede weitere kostet 0,08 €. Das zusätzliche Unterkonto bringt noch einmal 50 kostenlose Buchungsposten im Monat mit. Wer dagegen papierbasierte bzw. beleghafte Buchungen vornimmt – etwa Einzahlungsbelege am Schalter –, zahlt dafür 4 € pro Posten, was im Vergleich zu den Online-Buchungen deutlich teurer ist.
Zur Verzinsung einer geduldeten Kontoüberziehung liegen in den Produktdaten 0 % p.a. vor; auf der Anbieterseite selbst wird dazu jedoch keine gesonderte Angabe gemacht, sodass sich dieser Wert vor einer tatsächlichen Kontoeröffnung nicht unabhängig bestätigen ließ. Wer einen Dispo fest einplant, sollte die genauen Konditionen vor Vertragsschluss direkt bei FYRST erfragen. Die Einlagen sind über die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken abgesichert – laut Produktdatenblatt bis zu 15 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der ausgebenden Bank.
Im ersten Jahr ist eine FYRST Card (Debit Mastercard) kostenlos im Kontopaket enthalten. Zusätzlich bietet FYRST im ersten Jahr ein ganzes Bündel weiterer Leistungen kostenfrei an: eine IONOS-Webseite oder einen Online-Shop, optional die Buchhaltungssoftware sevDesk, eine DATEV-Schnittstelle zum Steuerberater, einen Versicherungscheck sowie die Möglichkeit, an bundesweit rund 7.000 Stellen Bargeld ein- und auszuzahlen. Diese Zusatzleistungen sind vor allem für Gründerinnen und Gründer interessant, die neben dem reinen Konto direkt Unterstützung bei Website, Buchhaltung und Steuerberater-Anbindung suchen. Ob diese Extras auch über das erste Jahr hinaus kostenlos bleiben, ist aus den verfügbaren Daten nicht ersichtlich.
Das FYRST Gründerkonto ist explizit auf die Gründungsphase zugeschnitten und passt am besten zu Freiberuflern, Einzelunternehmern sowie kleinen Kapital- und Personengesellschaften, deren Gründung höchstens ein Jahr zurückliegt. Besonders attraktiv ist es für alle, die im ersten Jahr Wert auf ein kostenloses Konto mit hohem Freikontingent an Online-Buchungsposten sowie auf Zusatzleistungen rund um Website, Buchhaltung und Steuerberatung legen. Wer sein Unternehmen bereits länger als ein Jahr führt, kann das Konto von vornherein nicht eröffnen. Und wer auf Dauer ein kostenloses Konto sucht, sollte die Kostenerhöhung ab dem zweiten Jahr (10 € im Monat) unbedingt in die Entscheidung einbeziehen, da sich das Konto dann nicht mehr wesentlich von vielen regulären Geschäftskonten unterscheidet.
Das FYRST Gründerkonto ist ein solides Angebot für alle, die sich in den ersten zwölf Monaten nach der Gründung befinden und ein kostenloses Konto mit praktischen Zusatzleistungen suchen. Die Kombination aus Nullgebühr im ersten Jahr, großzügigem Freikontingent für Online-Buchungen und einem Bündel an Gründer-Extras macht es besonders für Freiberufler und kleine Unternehmen attraktiv. Wer das Konto über die Gründungsphase hinaus nutzen möchte, sollte fest einkalkulieren, dass ab dem zweiten Jahr 10 € im Monat für die Kontoführung fällig werden.
✓ Vorteile
✕ Nachteile